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Die Gründer von BLACKSOCKS.

Eine Pioniergeschichte.

Wir Welt verwendet den Browser Netscape und such t über AltaViste im World Wide Web. E-Commerce heisst noch E-Business und die Internetnutzung wird in Kilobytes verrechnet. 

In diese Umfeld entscheiden im November 1998 Marcel Roth & Samy Liechti die Firma BLACKSOCKS zu gründen und schwarze Socken im Abo über Internet zu verkaufen.

 

Heute würde man von einem Start Up sprechen, aber den Begriff gab' es auf Deutsch noch nicht. 

Ein paar Zahlen zu BLACKSOCKS.COM.

1994.

Ich lebe ein solides Leben.

 

HSG Studium abgeschlossen, Karriere gestartet, erste Beförderungen. Alles funktioniert – aber erfüllt mich nicht.

 

Ich spüre: Ich will etwas Eigenes schaffen. Sicherheit allein reicht mir nicht. Ich lehne gute Jobangebote ab, ohne zu wissen, was ich stattdessen will.

 

Etwas in mir sucht nach mehr Sinn, nach mehr Spass – nach einem Weg, der wirklich mir gehört.

Mehr als funktionieren.

1995.

Nach einer Peinlichkeit bei einer japanischen Teezeremonie mit Kunden kommt die Idee: Socken sollte man abonnieren können.

 

Ein Gedanke lässt mich nicht mehr los: Socken abonniere.

 

Wiederkehrend, direkt und Männer kaufen sowieso immer das Gleiche. Total verrückt – oder genial? Ich sehe keinen Weg die Idee umzusetzen, ausser mit einer Hotline.

 

Aber in meinem Kopf wird es zur Bühne für etwas Neues. Die Idee scheint banal, aber in ihrer Einfachheit steckt Kraft. Ich spüre: Das ist mein Ruf. Noch undeutlich, aber klar genug, um mich in Bewegung zu setzen.

Die Socke des Anstosses. 

1997.

Ich zweifle. Wer kauft Socken im Abo? Wie komme ich an die Kunden? Wie komme ich zu den Socken? 

 

Ich habe keine Blaupause, keine Vorbilder.

 

Ich skizziere erste Modelle: Versandkatalog, Faxbestellung, vielleicht sogar Telefonverkauf. Aber all das fühlt sich gestrig an.

 

Ich glaube an die Idee – aus Kundensicht macht das Abo Sinn. Doch das Geschäftsmodell ist noch nicht geboren. Ich warte auf einen Funken. Auf das fehlende Puzzleteil. Noch ist es zu früh. Oder?

Da fehlt noch was.

1998.

Im Herbst 1998 bin ich für die externe Kommunikation des Swisscom Börsengang zuständig und im Rahmen der Equity Story reden wir viel über die Zukunft der Telekommunikation & natürlich des Internets. Ich sitze ich im Zug – nach einem Börsenmeeting der Swisscom – und habe meinen Geistesblitz: Eine Website ist einfach zu finden, ist Schaufenster und Bestellmöglichkeit. 

 

Einfach, asynchron, skalierbar. www.blacksocks.com – mit Socken im Abo. Ich erzähle meinem Jugendfreund davon. Er sagt: „Ich hab schon dümmer Geld verloren.“ Wir entscheiden im November 1998 zu starten.

 

Kaum Geld, kauf Know how, kaum Netzwerk. Keine Vorbilder, aber den Willen. Ich weis nicht wie, aber: Es könnte funktionieren.

Das fehlende Puzzleteil.

1999.

Wir gründen BLACKSOCKS.

 

Die erste Website steht, erste Bestellungen kommen rein. Die Prozesse muss man als handgestrickt bezeichnen. Die Fabrik produziert nur für uns, weil wir von einem Testmark sprechen. 

 

Wir gelten als komplette Spinner – Socken online verkaufen? Im Abo? Aber die Idee trägt. Beim Start läuft eine Wette in 6 Monaten 1'000 Abonnenten zu generieren. Schliesslich gewinne ich das exquisite Nachtessen. 

 

Keine Investoren, kein Hype – nur Ausdauer und ein klarer Fokus. Ich bin jetzt Unternehmer. Und es fühlt sich richtig an.

Online vor dem Bubble. 

2000.

Die Dotcom-Blase platzt – wir bleiben stabil. Keine Investoren, kein Druck. Die Welt denkt, das funktioniert nicht - wir glauben daran.

 

So wachsen wir  kontinuierlich. Plötzlich realisieren wir, dass wir mit nicht Händler sind, sondern gleich 2 neuartige Geschäftsmodelle kreiert haben und damit einzigartig sind: Heute heisst das Direct-to-Consumer und Subscription Business. 

Es gibt kein Social Media, keine Online-Shopsysteme und kaum Paymentstysteme. Wir entwickeln selbst, verpacken selbst, lernen jeden Tag.

 

Unser kleines Team ist schnell, klug und mutig. Wir sind kein Konzern – wir sind ein Rudel. Wir glauben, dass wir über zufriedene - ja überglückliche - Kunden eine Marke aufbauen können.

Gemeinsam gegen den Strom.

2005. 

Mein Gründerpartner hat noch ein zweites Geschäft und nun auch noch eine Familie. Alles schafft er nicht mehr. Er steigt aus und ich übernehme komplett. Bin nun ganz allein und übernehme die gesamte Leitung. 

Die Umsätze verdoppeln wir - im In- und Ausland. Die Prozesse sind durch digitalisiert. Die Ware lagert nicht mehr bei uns und wir verpacken sie nicht mehr selber.  Der Einkauf und die Produktion der Ware mache ich nun auch. 

Das Team wächst langsamer als das Unternehmen. Immer mehr Menschen nutzen das Internet und E-Commerce - wie es nun heisst. Wir wachsen über mehr Kunden weiter. 

Wachsen, ganz alleine.

2009.

Der Name war Programm: BLACKSOCKS verkauf schwarze Socken.  Nun lancieren zuerst weiter Farben - dunkelblau, dunkelgrau, dunkelbraun und rot. Es bleibt vorerst dünster.

Das hangeln wir uns über Unterhosen, T-shirts bis zu Hemden den Körpern unserer Männern hoch und erhöhen so den Wert jedes einzelnen Kunden. Wir wachsen also weiter. 

Nun gelten wir nicht mehr als Spinner, sondern als Pioniere - vielleicht sogar als Vorzeigeunternehmen. 

Wachsen über Sortiment.

2011. 

Im 2011 erhalte ich vom iab (International Advertising Bureau) den Lifetime Achievement Award - ich bin 42. Ich freue mich und bin schockiert. Solche Auszeichnung erhalten alte Männer und ich fühl mich erst am Anfang.

Zuvor haben wir etliche Preise erhalten, aber als Unternehmen und nicht Person. Im 2015 werde ich - durch eine Publikumswahl - zum ersten Vordenker des Jahres gekürt. Aus dem Spinner ist ein Pionier geworden.

Unzählige Gründer von Start Up's wollen meinen Ratschlag. Ich nehme mir jede Woche einen halben Tag Zeit um zurück zu geben und meine Erfahrungen weiter zu geben. Viele dieser Unternehmer wurde sehr erfolgreich - ich lerne zu Coachen, nicht nur zu führen.

Auszeichnung für's Lebenswerk.

2012.

Mit dem Socken-Abo hat der Kunden zwar immer dieselben Socken, die grundsätzlich alle zusammenpassen. Doch es war eben genau nicht sicher, ob immer das genau gleiche Paar zusammen findet. 

Auch das musste ich noch lösen. Der Ansatz war einfach. Wir nehmen passive RFiD Tags und lesen diese über's iPhone aus. Die Umsetzung hingegen war schwierig. Zu dieser Zeit hatte das iPhone die Technologie nicht und noch heute ist die Schnittstelle nicht offen. Wir haben dann einfach über Bluetooth einen Socksreader mit dem iPhone verbunden und die Tags ausgelesen. Bei der Eingabe der App glaubte auch Apple nicht, dass das funktioniert. So geht der erste Sock-Sorter zu Apple in den Board Room. Smarter Socks auf Youtube.

Das Projekt gab' uns Publizität rund um den Globus & den renomiertesten Medien. Dazu kriegten wir wertvolle Links, die unsere Position auf Suchmaschinen derart verbessert, dass die Internationalisierung günstig vorwärts geht.  

Smarter Socks gehen um die Welt.

2015. 

Nach über 400 Keynotes und unzähligen Interviews hatte ich irgendwie genug von Öffentlichkeit. Auslöser war ein Artikel über die Lieblingsrestaurants von B-Promis. 

Ich hab' in 3 Sprachen in über 15 Ländern Keynotes gehalten. Dabei hab' ich immer alles gegeben um die Leute zu inspieren. Die Show ist gut angekommen. Irgenwann hab ich mir wiederholt - nur gegenben und wenig bekommen. Das war genug. 

Ich hab' mich aktiv für einen Abend mit den Kindern und meiner Frau entschieden und nicht mehr für einen Event für's Geschäft.

Teilrückzug.

2022.

Nach vielen Jahren spüre ich: Die Energie schwindet.

 

Ich frage mich: Ist das noch mein Weg? Oder nur Gewohnheit? Ich bin müde, innerlich leerer geworden.

 

Die tiefste Höhle ist kein Drama – es ist das stille Gefühl, dass sich etwas verändern muss. Ich ringe mit mir selbst. Und mit der Angst, loszulassen.

Ich hab' nie einen Plan als Unternehmer gehabt, was ich mit dem Unternehmen will, aber ich wusste immer wo ich das Unternehmen hinführen will.

Samy steht im Weg.

2023. 

Ich treffe die Entscheidung: Ich lasse los.

 

Nicht aus Frust, sondern aus Klarheit. Kein schneller Exit, kein klassischer Verkauf – sondern eine bewusste Übergabe.

 

Ich verabschiede mich von meinem „Baby“, aber nicht von meinem Unternehmergeist.

 

Ich sage Nein zur Stagnation. Und Ja zur nächsten Version meiner selbst. Es ist die vielleicht mutigste Entscheidung meiner ganzen Reise. Ich hab' keinen Plan was kommt.

Loslassen als Unternehmerakt.

2024.

Ich verlasse BLACKSOCKS mit mehr als Geld - auch wenn es gar nicht so viel war.

 

Ich habe zwei neue Geschäftsmodelle geprägt, ein Stück digitale Handelsgeschichte geschrieben – mit Humor, Haltung und Pioniergeist. 

Aufgrund von Rückmeldungen weiss ich, dass ich viele inspiriert habe. Für einige war ich gar ein Vorbild.

 

Ich nehme etwas Tieferes mit: Klarheit über meinen Wert. Und das Wissen, dass Unternehmertum mehr ist als Wachstum – es ist Wirkung. Ich bin nicht am Ende. Ich bin frei.

 

Und bereit für Neues.

Mehr als Exit.

2025. 

Ich kehre zurück – aber nicht in alte Rollen.

 

Heute begleite und coache ich Unternehmer:innen und Unternehmen, begleite Start-ups, inspiriere Teams.

 

Ich bin nicht mehr der Held – ich bin jetzt der, der hilft, dass andere ihren Weg gehen können.

 

Ich gebe weiter, was ich gelernt habe. Und spüre: Ich bin angekommen.

Jetzt sind andere die Helden.

2026.

Ich bringe kein fertiges Rezept zurück. Kein Erfolgsmodell zum Kopieren. Ich bringe Erfahrung. 25 Jahre Unternehmertum, verdichtet zu Klarheit.

Ich weiß, wie sich Zweifel anfühlen. Wie Einsamkeit klingt. Und wie Mut entsteht, wenn man trotzdem weitergeht.

Heute teile ich nicht Antworten, sondern Orientierung. Ich gehe neben anderen her, wenn es unübersichtlich wird. Wichtig ist Haltung. Und die Gewissheit: Der eigene Weg entsteht, indem man ihn geht. Ich habe Dinge gebaut bevor es einen Bauplan gabt. 

Ich teile, was ich nicht mitnehmen

Meine Haltung: 
Klarheit,  Fokus, Rhythmus um Werte zu schaffen.

Erfolg entsteht, wenn alles zusammenpasst: Strategie, Umsetzung und Mensch. Ich sorge für Klarheit im Denken, Fokus in der Handlung und einen gesunden Rhythmus in der Entwicklung.

 

Verlässlichkeit, Transparenz und Pragmatismus sind die Basis – damit Ideen Wirkung entfalten und Werte entstehen. Als Pionier hab' ich gelernt auch mal anders zu denken.

Samy im Abo

Einmal gesagt reicht nicht. Werte schafft man gemeinsam über Zeit. Aus dieser Überlegung hab' ich "Samy im Abo" geschaffen. Die Idee ist Klarheit zu schaffen, klar zu Fokussieren, den richtigen Rhythmus zu finden und Verbindlichkeit etablieren. Daraus kommen Veränderungen die Wirkung haben und Werte schaffen.

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